Sozialpsychologie  

 

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Forschungsschwerpunkte der AG Sozialpsychologie

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Aktuelle Forschungsprojekte

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Quellen

Forschungsschwerpunkte der AG Sozialpsychologie

 

  • Gruppenprozesse
    z.B. soziale Identität, sozialer Einfluss, kollektives Handeln, Konflikte und Kooperation zwischen Gruppen, soziale Ungleichheit
  • Motivierte soziale Kognition
    z.B. psychische Grundbedürfnisse, Auswirkungen von Bedrohung
  • Sozialpsychologie von Umweltkrisen
    z.B. umweltfreundliches Handeln, Akzeptanz umweltfreundlicher Innovationen, Naturschutz

Aktuelle Forschungsprojekte


 

Threat to Control and Social Norms: Conformity, Change, or Formation - TCSN (DFG, FR 2067 8-1 & JU 2902 4-1; Jugert, Fritsche & Czepluch)

Wahrnehmungen bedrohter persönlicher Kontrolle führen häufig dazu, dass Personen Kontrolle auf der Ebene kollektiver Identitäten bzw. durch Gruppenzugehörigkeit wiederzuerlangen versuchen (Fritsche et al., 2013; Stollberg, Fritsche & Jonas, 2017). Gemeinsam mit der Universität Krakau untersuchen wir unbewusste Prozesse der Normvigilanz und motivierter Normbildung, welche die Wiederherstellung von Kontrolle als Gruppenmitglied ermöglichen und vorbereiten.

 
Motivated History: Representations of Groups' History as a Function of Current Motivations - MoHi (DFG, BA 5572 1-1 & FR 2067 7-1; Barth & Fritsche)

Wir untersuchen, wie aktuelle persönliche Motivationen, wie die Bedürfnisse nach Kontrolle und moralischer Akzeptanz, die subjective Konstruktion und Akzeptanz nationaler Geschichte beeinflussen (z.B. als Täter-, Opfer-, oder „By-Stander“-Nation). In Kooperation mit der Universität Warschau untersuchen wir diese Fragen in experimentellen Studien im deutschen wie im polnischen Kontext.

 
ECHOES: Energy Choices Supporting the Energy Union and the Set-Plan (European Commission, Horizon 2020, # 727470; Fritsche & Masson)

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png http://echoes-project.eu/
Nachhaltige Energienutzung sowie die Akzeptanz einer Europäischen Energiewende durch Einzelpersonen und Organisationen hängt stark von kollektiven Faktoren ab. In Kooperation mit zahlreichen europäischen Partnern (z.B. an der Universität Trondheim und der Universität Roma Tre) untersuchen wir, wie persönliche energiebezogene Einstellungen und Verhaltensweisen durch die soziale Identität von Personen beeinflusst wird (Identifikation mit Kollektiven, wahrgenommene Normen und die Wirksamkeit der eigenen Gruppe; Fritsche, Barth, Jugert, Masson & Reese, in press).

 
Constructing Active Citizenship with European Youth: Policies, Practices, Challenges and Solutions (European Commission, Horizon 2020, #649538; Jugert)

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png http://www.catcheyou.eu/
Das Projekt versucht, die Faktoren zu identifizieren, die auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Formen von jugendlichem Engagement in Europa erklären. Unser Team konzentriert sich auf die Re-Analyse von existierenden Datensätzen, um zu verstehen, wie individuelle und kontextuelle Faktoren aktive Bürgerschaft beeinflussen; Šerek & Jugert, 2017.

 
Naturbewusstsein in Deutschland (Bundesamt für Naturschutz; FKZ 351681020A; Fritsche, Hoppe & Chokrai)

Seit 2009 untersucht das Bundesamt für Naturschutz alle zwei Jahre Einstellungen der Deutschen gegenüber der Natur und dem Naturschutz in repräsentativen Bevölkerungsbefragungen http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png https://www.bfn.de/0309_naturbewusstsein.html. In vertiefenden Analysen der Naturbewusstsseinsstudie 2017 sowie der vorangegangenen Studien untersuchen wir die psychologischen Determinanten (insbesondere jene sozialer Identität; Fritsche, Barth, Jugert, Masson & Reese, in press), welche Naturschutzeinstellungen und -verhaltensweisen bestimmen.

 
Mitglied im Wissenschaftlichen DFG-Netzwerk “Within and Between Group Processes in the Context of Social Inequality” (DFG RO 4826/1; Jugert, Fritsche & Barth)

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png http://www.soziale-ungleichheit.psychologie.uni-wuerzburg.de/
Ökonomische Ungleichheit und ökonomische Bedrohung haben negative Effekte auf betroffene Personen und Gesellschaften (z.B. Gesundheitsprobleme, soziale Konflikte; Fritsche & Jugert, 2017; Wilkinson & Pickett, 2009). Im DFG-Netzwerk erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Universitäten gemeinsam die sozialpsychologischen Prozesse, welche die Wahrnehmung von und die Reaktionen auf ökonomische Ungleichheit steuern.

 
Förderung von Pro-Umweltverhalten durch internationale Kontakte (Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt; Römpke)

Zur Lösung globaler Probleme wie z.B. dem Klimawandel, ist Kooperation und prosoziales Handeln gegenüber Menschen auf dem ganzen Globus nötig. Internationaler Kontakt führt zu verringerten Vorurteilen gegenüber Fremdgruppen. Wir untersuchen, ob internationaler Kontakt darüberhinausgehend eine übergeordnete Identifikation mit der Menschheit fördern kann und Menschen dadurch in die Lage versetzt, sich für die Lösung global relevanter Probleme einzusetzen.

 
Kontrollrestauration und die moderierende Rolle von Gruppen-zugehörigkeit auf Well-Being-Effekte bei bedrohlichen Gesundheits-zuständen (Doktorandenförderplatz der Universität Leipzig; Relke)

Die Identifikation mit einer relevanten Eigengruppe fördert das subjektive Wohlbefinden (Social-Cure-Effekte) und restauriert unter Bedrohung die wahrgenommene Kontrolle auf einer kollektiven Ebene (Gruppenbasierte Kontrolle; Fritsche et al., 2013). Im Rahmen eines Promotionsprojekts werden diese positiven Effekte von Gruppenzugehörigkeit speziell im Gesundheitskontext untersucht und insbesondere der Beitrag von Kontrolle gegenüber anderen zugrundeliegenden motivationalen Prozessen herausgestellt.

Quellen

 
 

Fritsche, I., Barth, M., Jugert, P., Masson, T., & Reese, G. (in press). A social identity model of pro-environmental action (SIMPEA). Psychological Review.

Fritsche, I., Jonas, E., Ablasser, C., Beyer, M., Kuban, J., Manger, A. M., & Schultz, M. (2013). The power of we: Evidence for group-based control. Journal of Experimental Social Psychology, 49, 19-32.

Fritsche, I., & Jugert, P. (2017). The consequences of economic threat for motivated social cognition and action. Current Opinion in Psychology, 18, 31-36.

Stollberg, J., Fritsche, I., & Jonas, E. (2017). The groupy shift: Conformity to liberal ingroup norms as a group-based response to threatened personal control. Social Cognition, 35, 374-394.


letzte Änderung: 07.05.2018 

Kontakt

Institut für Psychologie der Universität Leipzig

 

Professur für Sozialpsychologie
Neumarkt 9-19
D-04109 Leipzig

(Innenhof Städtisches Kaufhaus
Treppenhaus A, 2. OG)

Sekretariat:
Frau Ines Braun
Raum: 3012
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