Sozialpsychologie  

Prozesse in und zwischen Gruppen

 

Laufende Forschungsprojekte:


http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Kontrollmotivation und kollektive Identität:
Die Prüfung eines Modells gruppenbasierter Kontrollrestauration

(gefördert durch die DFG: FR 2067 3-1, -2, -3)

 

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Verwandte Projekte:

  1. Gruppenbasierte Kontrolle in Mergers & Aquisitions
  2. Die Entstehung sozialer Normen unter Bedrohung
 

http://www.biphaps.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/ag-sozpsy/Bilder/tu%CC%88rkiser_schwungpfeil.png Prozesse sozialen Engagements und politischer Partizipation
(gefördert durch das 7. Rahmenforschungsprogramm der EU)

Kontrollmotivation

 

Kontrollmotivation und kollektive Identität: Die Prüfung eines Modells gruppenbasierter Kontrollrestauration

(gefördert durch die DFG: FR 2067 3-1, -2, -3)

Immo Fritsche (Universität Leipzig), Eva Jonas (Universität Salzburg), Johannes Klackl (Universität Salzburg)

Das Handeln als Gruppenmitglied kann Menschen helfen, ein Gefühl allgemeiner Kontrolle über ihre Umwelt wiederherzustellen oder zu stabilisieren. Dies könnte erklären, weshalb die Identifikation mit sozialen Gruppen sowie kollektives Denken und Handeln dann zunehmen, wenn Menschen daran erinnert werden, dass ihre persönliche Kontrolle über zentrale Bereiche ihres Lebens eingeschränkt ist (z.B. unter Bedingungen unsicherer Beschäftigung, erodierender sozialer Beziehungen oder der Endlichkeit des eigenen Seins). In diesem Forschungsprojekt entwickeln und testen wir ein theoretisches Modell zu Prozessen gruppenbasierter Kontrolle. Im empirischen Teil des Projekts geht es insbesondere daru

  • alternative Erklärungen der Effekte von Kontrollbedrohung zu prüfen (Systemrechtfertigung, Unsicherheitsreduktion, Selbstwertstreben),
  • die Rahmenbedingungen gruppenbasierter Kontrolle (Gruppeneigenschaften wie Homogenität und kollektive Handlungsfähigkeit) zu untersuchen und
  • die Hypothese zu testen, dass kollektives Handeln tatsächlich allgemeine Kontrollwahrnehmungen des Individuums erhöht (kognitive, behaviorale und neuro-physiologische Maße).

Diese Studien können unser Verständnis davon verbessern, wie Menschen mit unterschiedlichen grundlegenden Bedrohungen umgehen und welche Rolle Gruppenmitgliedschaft für diese Prozesse spielen kann. Darüber hinaus erlauben sie Rückschlüsse über die Verbesserung von Intergruppenbeziehungen in Zeiten gesellschaftlicher Krisen.

Verwandte Projekte

 

1) Gruppenbasierte Kontrolle in Mergers & Aquisitions

Nora Weiße (Universität Leipzig), Immo Fritsche (Universität Leipzig)

Unternehmenszusammenschlüsse scheitern oft an Identitätsfragen. Insbesondere im Falle "feindlicher" Übernahmen können asymmetrische Machtstrukturen zwischen Unternehmensteilen zu Bedrohungen kollektiver Identität sowie zu Bedrohungen der Autonomie bzw. Kontrolle einzelner MitarbeiterInnen führen. Können derartige Bedrohungen Konflikte zwischen Unternehmensteilen aufrechterhalten und verschärfen? Wie kann eine "Versöhnung" zwischen diesen Gruppen erreicht werden?

 

2) Die Entstehung sozialer Normen unter Bedrohung

Philipp Jugert (Universität Leipzig), Immo Fritsche (Universität Leipzig)

Die Mitglieder einer Gruppe verhalten sich vor allem dann im Einklang mit Gruppennormen, wenn sie eine Bedrohung individueller Kontrolle wahrnehmen (z.B. Giannakakis & Fritsche, 2011, PSPB; Jonas et al., 2008, JPSP). In zukünftigen Studien sollen weitergehende Implikationen dieser Effekte für die Entstehung sozialer Normen untersucht werden.

Partizipation

 
 

Prozesse sozialen Engagements und politischer Partizipation

(gefördert durch das 7. Rahmenforschungsprogramm der EU)

Peter Noack (Universität Jena), Alexandra Kuhn (Universität Jena), Philipp Jugert (Universität Leipzig)

Im Zentrum dieses interdisziplinären und multinationalen Projekts steht die Frage, was die Bedingungen für soziale und politische Partizipation unter jungen Menschen sind. Im Fokus stehen dabei insbesondere Angehörige von Minoritäten sowie Geschlechtsunterschiede. Insbesondere interessiert dabei die Frage, wie Prädiktoren auf unterschiedlichen Ebenen (Makro-, soziale und psychologische) im Zusammenspiel wirken.


Publikationen
 

Noack, P., & Jugert, P. (forthcoming). Participation and civic engagement of young people in Germany: Findings on adolescents and young adults of German and Turkish family background. In M. Barrett & B. Zani (Eds.), Political and civic participation: Theories and findings from the PIDOP project. London: Routledge.

Jugert, P. & Noack, P. (2013). Schlüssel zur Integration oder Weg in die Parallelgesellschaft? Die Wirkung von Partizipation in religiösen Organisationen am Beispiel junger türkischstämmiger Migranten in Deutschland. In Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (Hrsg.), Inklusion – Integration – Partizipation: Psychologische Beiträge für eine humanere Gesellschaft (S. 32-39). Berlin: Dt. Psychologen-Verl.

Jugert, P., Eckstein, K., Kuhn, A., Noack, P., & Benbow, A. (2013). Offline and online civic engagement among adolescents and young adults from three ethnic groups. Journal of Youth and Adolescence, 42, 123-135

Jugert, P., Benbow, A., Noack, P., & Eckstein, K. (2011). Politische Partizipation und soziales Engagement unter jungen Deutschen, Türken und Spätaussiedlern: Befunde aus einer qualitativen Untersuchung mit Fokusgruppen. Politische Psychologie, 1, 36-51.


letzte Änderung: 03.06.2015 

Kontakt

Institut für Psychologie der Universität Leipzig

 

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