Abschlussarbeiten  

 

Betreuungskonzept

Informationen zum Betreuungskonzept für Bachelorarbeiten inkl. Regeln, Abläufen und Tipps finden Sie hier.

Und hier finden Sie detailliertere Richtlinien zur Gestaltung von Abschlussarbeiten.

Bachelorarbeiten

Studierende können zu einer Reihe unterschiedlicher Themen im Bereich der Methoden der Psychologie und den inhaltlichen Forschungsprojekten der Professur Bachelorarbeiten anfertigen. Voraussetzung ist die Teilnahme am Kolloquium der Professur inkl. der Präsentation der eigenen Arbeit.

Achtung: Falls Sie ein eigenes Thema für eine Bachelorarbeit im Kopf haben, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Aktuell angebotene Themen für Bachelorarbeiten (bei Interesse bitte bei dem jeweils in Klammern angegebenen Betreuer melden):

 

Thema: Rückschaufehler und Lernen, Rückschaufehler und Überraschung (jeweils 1 Arbeit, Betreuer: Prof. Dr. Steffen Nestler)

Beim Rückschaufehler handelt es sich um ein Urteilsphänomen, das sich darin äußert, dass man im Nachhinein (also nachdem Ereignisse eingetreten sind) Ereignisausgänge als klarer, zwangsläufiger beurteilt. Man denkt z.B. oft, es war ja klar, dass man die Prüfung verhauen hat oder dass es klar war, dass der Lieblings-Fußball Verein verliert. Uns interessiert zum Einen, ob es sich beim Rückschaufehler tatsächlich um einen Urteilsfehler (wie es in der Literatur angenommen wird) handelt und nicht eher um ein adaptives Phänomen (also etwas mehr oder weniger "Gutes"), das auf Lernerfahrungen beruht. Darüber hinaus interessiert uns, inwieweit man das Ausmaß des Rückschaufehlers durch Überraschung beeinflussen kann. In der Bachelorarbeit soll jeweils eine experimentelle Studie zum Thema durchgeführt werden.

 

Thema:  Heteroskedastizität im linearen Regressionsmodell
(1 Arbeit, Betreuer: Prof. Dr. Steffen Nestler)

Im linearen Regressionsmodell wird angenommen, dass die Residuterme aus Normalverteilungen mit gleicher Varianz kommen. In der Praxis ist diese Homoskedastizitätsannahme häufig verletzt, so dass in der statistischen Forschung eine Reihe von Prozeduren entwickelt wurden, um mit Heteroskedastizität umzugehen. U.A. wurde z.B. vorgeschlagen, robuste Standardfehler zu berechnen. In der Bachelorarbeit soll eine Simulationsstudie durchgeführt werden, die die Performanz verschiedener Verfahren zur Berechnung robuster Standardfehler vergleichen soll.

 

Thema: Differentielle Beurteilung von Agency und Communion bei Nullbekanntschaft
(2 Arbeiten, beide bereits vergeben; Betreuer: M.Sc. Richard Rau)

Nach dem Social-Relations-Model (Kenny, 1994) lassen sich die Persönlichkeitsurteile einer Person (Perceiver) über eine andere Person (Target) in drei Komponenten aufteilen: Den Perceiver-Effekt
(wie der/die Beurteilende andere generell beurteilt), den Target-Effekt (wie die Zielperson generell von anderen beurteilt wird) und den Relationsship-Effekt (alles, was darüberhinaus auf die spezifische Kombination von Perceiver und Target bzw. auf unsystematische Fehler zurückgeht). Forschungsbefunde aus jüngerer Zeit legen die Vermutung nahe, dass die Positivität in Perceiver-Effekten als eine stabile, differentielle Eigenschaft aufgefasst werden kann. In einer Bachelorarbeit könnte untersucht werden, ob dies auch für Beurteilungstendenzen in den Big Two (Agency und Communion) der Fall ist. Interessante Fragen hierzu lauten: Lassen sich Perceiver-Effekte in Agency und Communion reliabel messen? Sind sie mit anderen Eigenschaften des Perceivers assoziiert? Sind sie zeitlich stabil?

 

Thema:  Vergleich von Methoden zur Faktorenextraktion
(1 Arbeit, bereits vergeben, Betreuer: M.Sc. Florian Scharf)

Die Explorative Faktoranalyse (EFA) wird häufig in der Psychologie angewendet, um die Anzahl der relevanten Dimensionen hinter einem psychologischen Konstrukt zu bestimmen. Es existieren verschiedene Ansätze zur Extraktion der Faktoren. Zwei häufig verwendete Methoden sind die Hauptkomponentenanalyse (PCA, principal component analysis) und die Hauptachsenanalyse (PFA, principal factor analysis). Daneben gibt es eine Reihe von Kriterien, um die Anzahl der latenten Dimensionen zu bestimmen (z.B. Kaiser-Kriterium, Scree-Plot, Parallelanalyse).

Es existiert eine Reihe von Simulationsstudien, in denen verglichen wurde, wie gut verschiedene Kombinationen von Methode und Kriterium eine bekannte Faktorstruktur aufdecken können.

Im Rahmen der Bachelorarbeit soll eine Simulationsstudie durchgeführt werden, um ausgewählte Befunde der früheren Simulationsstudien zu replizieren.

Hinweis: Zur Bearbeitung des Themas ist es notwendig, sich unter Anleitung in die freie Statistiksoftware R einzuarbeiten.

 

Masterarbeiten

In zahlreichen Forschungsschwerpunkten der Professur können Masterarbeiten angefertigt werden.  Es empfiehlt sich, sich zunächst mit den Forschungsschwerpunkten und Publikationen der Professur vertraut zu machen und auf dieser Basis einen Termin mit einem der Mitarbeiter zu vereinbaren. Die Zielsetzung einer Masterarbeit sollte darin bestehen, einen eigenständigen Forschungsbeitrag zu leisten, dessen Dokumentation in Form eines (üblicherweise englischsprachigen) Artikels in internationalen Zeitschriften mit Peer-Review Verfahren eingereicht werden kann.


letzte Änderung: 11.01.2017