In unserer Arbeitsgruppe widmen wir uns einer Vielzahl von Themen rund um das Gebiet von psychischen Störungen und psychischer Gesundheit im Kindes- und Jugendalter und verwenden dabei verschiedene Forschungsmethoden wie Fragebogenverfahren, Peripherphysiologie, Eyetracking, EEG, Verhaltensbeobachtung sowie alltagsnahe Erfassungsmethoden.

Ängste und Emotionsregulation

In unserer Arbeitsgruppe widmen wir uns insbesondere der Erforschung von Entstehungs- und Aufrechterhaltungsfaktoren von Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen.

Beispielsweise untersuchen wir im Projekt Kinderängste zusammen mit der Universität Freiburg entsprechende Prozesse bei der Sozialen Angststörung im Kindes- und Jugendalter. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

In unseren Forschungsansätze vereinen wir neben der Verhaltensbeobachtung und Selbstauskunft auch bio-psychologische Methoden aus den Bereichen Peripherphysiologie, Elektroencephalographie (EEG) und Blickbewegungsmessung (Eyetracking). Während wir auf der einen Seite psychische Prozesse bei Kindern und Jugendlichen unter kontrollieten Bedingungen in experimentellen Studien untersuchen, stellt die alltagsnahe Erfassung von psychischen Phänomenen einen weiteren wichtigen Forschungsschwerpunkt unsere AG dar.

Frühkindliche Entwicklung und Risikofaktoren

Unsere AG ist beteiligt am neuen Leipziger Zentrum für frühkindliche Entwicklung unter der Leitung von Professor Daniel Haun. In diesem interdisziplinären Zentrum unter Beteiligung von Pädagogik, Psychologie, Medizin und Philosophie werden Prozesse der frühkindlichen Entwicklung untersucht.

Aus Klinisch-Psychologischer Perspektive interessieren wir uns insbesondere für Risikofaktoren in der frühen Kindheit, die eine Entwicklung von psychopathologische Auffälligkeiten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter begünstigen.

PM zum neuen Zentrum für frühkindliche Entwicklung

 

In einem unserer Forschungsprojekte zur Bedeutung sozioemotionaler Kompetenzen in der Ontogenese untersuchen wir aktuell mit einem multi-methodalen Ansatz mögliche Zusammenhänge zwischen frühen psychopathologischen Symptomen und sozialer Kompetenz bei Kindern im Alter von 5 Jahren. In einer Verhaltensbeobachtung unter Verwendung experimenteller entwicklungspsychologischer Methoden erfassen wir bei teilnehmenden Kindern prosoziales Verhalten und soziale Initiative und deren Zusammenhang mit internalisierenden und externalisierenden Verhaltenstendenzen. Weiterhin interessiert uns ob frühe Defizite in Sozialer Kompetenz mit einem ungünstigeren Verlauf in der zukünftigen psycho-emotionalen Entwicklung assoziiert sind.

Psychotherapieforschung

Neben der Untersuchung von Faktoren die an der Enstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter beteiligt sind, ist die Erfoschung von wirksamen psychotherapeutischen Interventionen und Programmen ein Schwerpunkt der AG für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie. In unserer enstehenden Hochschulambulanz werden Behandlung und Psychotherapieforschung miteinander verbunden.

Beispielsweise entwickeln wir Tools wie Therapie-Apps mit denen Kinder psychotherapeutische Behandlungsschritte in ihrem Alltag noch besser verfolgen und dokumentieren können, wie in der Löwenherz-APP, ein Therapietagebuch für Kinder mit Angststörungen.

In unserem Spiel "Angstklicker" lernen Kinder und Jugendliche mit Ihren Ängsten und Sorgen effektiv umzugehen und Sie zu bekämpfen. So lernen betroffene Kinder Gegengedanken zu entwickeln und gegen ihre Angst einzusetzen. Unsere mobilen Anwendungen werden sowohl in experimentellen Studien als auch im therapeutischen Setting, also direkt in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen evaluiert und weiterentwickelt.


letzte Änderung: 30.11.2016 

Kontakt

Institut für Psychologie        AG Klinische Kinder- und Jugendpsychologie

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Telefon: 0341 – 97 35950 Telefax: 0341 – 97 35955

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